Häufig gestellte Fragen

Warum Wärmewellen?

Es gibt viele Arten von Strahlungsheizungen: Die älteste und wohl auch bekannteste Strahlungsheizung ist die Sonne - "Sie zeigt uns wie`s geht." Bei einer Oberflächentemperatur von 5785 K liefert diese an der Obergrenze der Erd-Atmosphäre ein Leistungspotential von 1,37 kW/m² (=Solarkonstante). Ohne Sonne kein Leben!

Infrarotstrahlung

Die Wärmelehre und damit die Thermodynamik war seit Beginn der Aufklärung und dem Siegeszug der Naturwissenschaften ein erfolgreiches Feld intensiver Forschung und rational nachvollziehbarer Ergebnisse. Dagegen war die Strahlungsphysik in der Wissenschaft bis zur Wende zum 20. Jahrhundert ein Buch mit sieben Siegeln. Erst mit der Formulierung der Quantenmechanik und der entsprechenden Strahlengesetze wurden die physikalischen Grundlagen für die Beschreibung der Strahlung geschaffen.

Ist die Wärmewellenheizung eine Erfindung jüngster Zeit? - NEIN!

Auf Wärmewellen basierendes Heizen ist so alt wie der gezielte Einsatz des Feuers durch den Menschen. Stein-, Lehm und später Kachelöfen verbreiten bis heute eine behagliche Wärme.

Die Hypokaustenheizung der Römer ist als erste Zentralheizung bekannt. Sie arbeitete als reine Wärmewellenheizung. Offenbar vertrug die römische Bauweise diese Dampfheizung - sie hatten ja auch noch keine schimmelfördernden Anstriche und Putze, geschweige denn WDVS (Wärmedämmverbundsysteme). Jedenfalls wurden die Wände durch die sich anlagernde Kondenswärme warm.

Mit der Rückbesinnung auf natürliche Lebensweisen und gesundes Wohnen, halten längst vergessene Heizmethoden wieder Einzug in die Häuser und Wohnungen der Moderne. Neu an Wärmewellen-Heizsystemen ist die Art und Weise, wie die Wärmewellen erzeugt werden - nämlich durch Elektrizität. Mit Hilfe ökologischer Produkte erhält man eine saubere, gesundheitlich vorteilhafte und energiefreundliche Wärme.

Der alte Kachelofen

Kein zweites Heizgerät hat einen derart guten Ruf wie "der alte Kachelofen". Es muss etwas gewesen sein an Kachelöfen, dass sie so legendär gemacht hat. Etwas, was man spürte, aber doch nicht beschreiben konnte. Was macht die gemütliche Wärme des Kachelofens aus: Kühle, trockene, unbewegte und deshalb staubfreie Luft und warme Wände.

Ein richtig platzierter Kachelofen steht an der Innenwand eines Raumes, und zwar immer so, dass er die ganze Fläche der Außenwände annähernd gleich gut bestrahlen kann. Die starke Wärmestrahlung des Ofens erwärmt die Innenseite der Außenwände, erhöht deren Oberflächentemperatur, lässt aber die Raumluft kühl.

Warum ist bei Wärmewellenheizungen das Raumklima besser?

Im Unterschied zur Konvektion wird bei der Strahlungswärme (Strahlungsheizung) die Energie nicht durch die Luft übertragen, sondern durch elektromagnetische Wellen, d.h. die Luft zwischen Wärmeträger und -empfänger erwärmt sich nicht. Meist bevorzugt der Mensch Strahlungswärme (auch Wärmestrahlung genannt) vor Konvektorwärme. Je größer die Fläche, die der Heizkörper einnimmt, desto weniger bewegt sich die Luft und desto mehr Strahlungswärme sendet er aus (vgl. Heizkörper, Konvektor).

Ein Versuch im John B. Pierce Laboratory, USA, verdeutlichte das Ziel vernünftiger Heiztechnik: Personen in einem Raum mit 50°C warmer Luft und gekühlten Wänden froren jämmerlich, während sie bei 10°C und erhitzten Wänden ins unangenehme Schwitzen gerieten. (Quelle: Techn. Info "Strahlungsenergie - die Ur-Energie, neu entdeckt, TT Technotherm GmbH, Nürnberg).

Wieso herrscht oft allgemeine Skepsis, dass Wärmewellen-Heizungen nicht ausreichend Wärme liefern?

Weil immer noch viele dem Irrglauben aufsitzen, dass das Gefühl von Wärme und Kälte einzig und allein von der Temperatur der Umgebungsluft abhängt. Das ist schlichtweg falsch! Ein Beispiel aus der Natur beweist es: Skifahrer und Bergsteiger frieren selbst dann nicht, wenn die sie umgebende Luft extrem kalt ist. Der Grund: Sie sind von Wärmewellen umgeben, die direkt von der Sonne kommen oder von der Umgebung (Schnee, Steine, Erde usw. ) reflektiert werden.

Unterschiede Strahlungsheizung - Konvektionsheizung

Wärmewellen statt schmutz- und feuchte belastender Warmluftströmung, warme, trockene und schimmelfreie Wände und Einrichtungsgegenstände (Mobiliar/Inventar/Exponate) gegenüber der systematisch kühleren Raumluft. So wird es erklärbar, dass wir in historischen Räumen bis zur Einführung luftbeheizender Systeme sehr langfristige Instandhaltungsintervalle von Raumschale und Inventar über zig Jahre haben, während danach alle paar Jährchen intensivste Maßnahmen gegen Schimmel, Pilz, Schwamm, Flächen und Detailverschmutzung, Malschicht und Putzablösung, Untergrundverrottung, Salzdruckmobilisation im Dauerwechsel von Lösung und Kristallisation, Rissbildung, Instrumentverstimmung, Flächen- und Bauteilkorrosion an Malflächen und Metallbauteilen usw. nötig sind.

Dabei war das echte Kosten- und Energiesparen früher entscheidend:Trockene Räume lassen sich mit Strahlungstechnik am wirtschaftlichsten heizen. Auch der fröstelnde Mensch im kalten Bett erhält mit einer energiestrahlenden Wärmeflasche die billigste Form einer wohligen Nachtruhe.

Einige Heizsysteme haben äußerst bedenkliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Alle Systeme, die vorwiegend Luft erwärmen (Schwarze Wärme), arbeiten mit dem Prinzip Luftumwälzung. Luft wird erwärmt, steigt auf und zieht von unten kalte Luft nach, die dann ihrerseits wieder aufgeheizt wird usw. Dabei entsteht in den Räumen ein Luftkreislauf, durch den die Beheizung des Raumes erst möglich wird. Je stärker nun die Luft aufgeheizt wird, um so größer ist der Feuchtigkeitsentzug (relative Luftfeuchtigkeit sinkt) und das Aufwirbeln von Hausstaub, Pollen, Bakterien usw. Diese werden im Luftstrom mitgeführt und laufend über den gesamten Raum verteilt. Die Folge: Eine hohe Lufttemperatur sowie trockene und verschmutzte Raumluft. Das wirkt sich sehr nachteilig auf den Organismus und auf die Behaglichkeit aus.

Die Wärmewellenheizung ist dem Menschen auch physiologisch naturgemäß. Der menschliche Körper kann über die Haut 99 % der auf ihn einwirkenden Wärmestrahlung aufnehmen. Seit urdenklichen Zeiten ist er der Sonnenstrahlung ausgesetzt, seine Körperkonstitution ist darauf eingerichtet. Sobald es aber zu feuchtwarmen Luftströmen kommt, verspürt der Körper ein unbehagliches Gefühl: Wer hat noch nichts gehört von Föhnschmerzen und den seuchengefährdeten Tropen? Genauso "bewährt" sich unsere moderne lufterhitzende "Tropenklima-Heizung" mit Radiatoren und Konvektoren in abgedichteten Räumen: Über 1/3 der deutschen Wohnbevölkerung sind inzwischen Allergiker, mit 8.000 - 10.000 Asthmatoten sind die Deutschen Europameister auf dem Kontinent, nur das feuchte Irland hat hier noch mehr zu bieten. Feuchte Dämmpakete über dichte Gebäudehüllen mit Schimmelecken, und verkeimte Lüftungsanlagen fördern auch kaum Gesundheit und Wohlbefinden. Auch im Museums- und Kirchenbereich sind asthmatisch erkranktes Personal und temporär sporenbelastete Besucher inzwischen ein immer dringlicheres Thema.Nach Oben

Die Abschaffung der Praxis durch die Theorie

Durch den 1885 von Prof. Hermann Rietschel eingerichteten Lehrstuhl für Heizung und Lüftung an der TU Berlin wurde die Nachahmung der Solarstrahlung durch den heizenden Menschen eingestellt. Die Watt´sche Dampfmaschine hielt als Dampfheizung Einzug in der Bautechnik. Rietschel "erfand" den lufterhitzenden Rippenheizkörper inkl. seiner Berechnungsgrundlagen. Dieser Einbruch "moderner" Technik in das praktische Erfahrungsumfeld revolutionierte seitdem die energetisch und gesundheitlich bewährte Wärmewellenheizung zur energieverschleudernden und krankmachenden Konvektionsheizung. Nun pfiff überhitzte Luft aus dem Bauwerk, nun zog es an allen Ecken und Enden wegen der heizungstechnisch erzwungenen Luftumwälzung, nun wurden die Raumschalen schwarz wie Dampflokomotiven und die teure Heizluft in Groß- und Kleinräumen staute sich an der Decke, ohne dort irgendwelche Nutzer mit Wärme versorgen zu können. Die gleichwohl vorhandenen Vorschläge und Versuche, nun auch das Prinzip der Strahlungsheizung technisch weiterzuentwickeln, blieb auf Einzelbeispiele beschränkt. In den seit dem 19. Jh. erscheinenden Jahrgängen der Verbandszeitschrift "der Gesundheits-Ingenieur", vorm. "Der Rohrleger und Gesundheitsingenieur" kann die Entwicklung nachgelesen werden. Nach Oben

Ähnlich ist die Fußbodenheizung

Frage: Was ist also der Unterschied zwischen einer Strahlungsplatte an der Wand und einer Fußbodenheizung? Das Wirkprinzip ist doch an sich dasselbe: es wird eine Fläche erhitzt, die dann Wärme abstrahlt.

Antwort: Stellen Sie sich mal die Wirkung auf den angestrahlten Körper vor. Wer läuft schon gern den ganzen Tag auf glühenden Kohlen? Vom Nacktbereich Badezimmer mal abgesehen. Und dann der sich ausbildende Warmluftsee, der sich bei genügender "Füllung" nach oben entladen muss. inkl. Staubluftaufwirbelung. Zudem ist doch die Wand bzw. Decke (Saal unter Kaltdach) die abkühlende Fläche und insofern am meisten kondensatgefährdet. Warum also die Wärme am Boden "vergeuden", inkl. "Verschattungsproblem" an der dann doch etwas unterversorgten Wand/Decke und Erwärmungsprobleme in den wärmeströmungstechnisch unterversorgten Innenraumecken, in denen es ja am liebsten schimmelt, pilzt und morscht.